Verschiedene Grundeinstellungen in Acrobat unterstützen Benutzer mit Bewegungs- und Seheinschränkungen beim Einsatz von Ein-/Ausgabehilfe-Funktionen für PDF-Dateien. Beispielsweise kann festgelegt werden, wie PDFs auf dem Bildschirm dargestellt und von einer Bildschirmlesehilfe gelesen werden.
Auf die meisten Grundeinstellungen für Barrierefreiheit kann über den Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe zugegriffen werden, der auf dem Bildschirm Anweisungen zum Festlegen dieser Grundeinstellungen angezeigt. Einige Grundeinstellungen für die Ein-/Ausgabehilfe sind nicht über den Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe zugänglich, beispielsweise die Grundeinstellungen in den Kategorien „Lesen“, „Formulare“ und „Multimedia“. Sie können alle Grundeinstellungen im Dialogfeld „Grundeinstellungen“ festlegen.
Im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe werden einige Grundeinstellungen unter einem anderem Namen angezeigt als im Dialogfeld „Grundeinstellungen“. In der Acrobat-Hilfe wird auf die Namen verwiesen, die im Dialogfeld „Grundeinstellungen“ verwendet werden.
Weitere Informationen zu den Funktionen für die Ein-/Ausgabehilfe in Acrobat und PDF finden Sie unter Ein-/Ausgabehilfe.
Ein-/Ausgabehilfe-Grundeinstellungen mit dem Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe festlegen
Ein-/Ausgabehilfe-Grundeinstellungen über das Dialogfeld „Grundeinstellungen“ festlegen
Grundeinstellungen für die Ein-/AusgabehilfeWenn diese Option aktiviert ist, können Sie Kombinationen kontrastreicher Farben für Text und Hintergrund aus einer Liste wählen oder eigene Kombinationen erstellen. Die Einstellungen entsprechen denen, die im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe bei der Option „Kontrastreiche Farben für Dokumenttext verwenden“ zur Verfügung stehen.
Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Seitenlayoutstil überschreiben“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Dokument-Zoom überschreiben“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Verbessert die Navigation bei Formularfeldern und Verknüpfungen in Dokumenten ohne festgelegte Tab-Reihenfolge.
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie Vergrößerungssoftware verwenden. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Immer Auswahl-Cursor der Tastatur anzeigen“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Wenn diese Grundeinstellung deaktiviert ist, bleibt die automatische Speicherungsfunktion außer Kraft. Bei jedem Speichern eines PDF-Dokuments muss die Bildschirmlesehilfe bzw. die Vergrößerungssoftware das Dokument neu laden. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Automatisches Speichern des Dokuments deaktivieren“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Mit diesen Grundeinstellungen wird festgelegt, welche Farben beim Markieren von ausfüllbaren Formularfeldern zum Einsatz kommen. Sie entsprechen den Optionen „Markierungsfarbe für Felder“ und „Markierungsfarbe für erforderliche Felder“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Ermöglicht Acrobat, automatisch das Vervollständigen von Einträgen in Formularfeldern anzubieten, so dass zum Ausfüllen weniger Tastenanschläge erforderlich sind. Für diese Grundeinstellungen gibt es bei den Optionen des Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe keine Entsprechung.
Wenn diese Grundeinstellung aktiviert ist, werden PDF-Dokumente aus Verknüpfungen auf Webseiten nicht in einem separaten Acrobat-Fenster geöffnet, sondern im Webbrowser. Wenn Sie diese Option deaktivieren, haben Sie in einer Bildschirmlesehilfe beim Navigieren in Dokumenten mehr Steuerungsmöglichkeiten. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „PDF-Dokumente im Webbrowser anzeigen“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Untertitel anzeigen, wenn verfügbar
Synchronisierte Audiodatei wiedergeben, wenn verfügbar
Zusätzliche Textbeschreibungen anzeigen, wenn verfügbar
Audiobeschreibung (bzw. Videobeschreibung oder beschreibendes Video) anzeigen, wenn verfügbar
Für diese Grundeinstellungen gibt es bei den Optionen des Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe keine Entsprechung.
Hiermit wird die Vergrößerung von Dokumenten auf dem Bildschirm festgelegt. Benutzer mit eingeschränktem Sehvermögen erhalten so die Möglichkeit, sich das Lesen umflossener PDF-Dokumente zu erleichtern. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Dokument-Zoom überschreiben“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Steuert die Glättung von Text. Wenn Sie die Textglättung deaktivieren möchten, so dass Textzeichen schärfer hervortreten und mit Vergrößerungssoftware besser lesbar sind, wählen Sie „Ohne Glättung“. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Textglättung deaktivieren“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Legt die Leserichtung in Dokumenten fest. Die Grundeinstellungen für die Leserichtung können auch mit dem Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe festgelegt werden.
Wenn diese Option eingestellt ist, wird die Leserichtung in Dokumenten ohne Tags über ein komplexes Verfahren der Layoutstrukturanalyse bestimmt.
Der Text wird genau entsprechend seiner Platzierung auf der Seite gelesen, von links nach rechts und von oben nach unten. Die Verarbeitung ist bei dieser Option schneller als bei „Leserichtung aus Dokument ableiten“. Es wird ausschließlich Text analysiert; Formularfelder werden ignoriert und Tabellen werden nicht als solche erkannt.
Text wird in der Reihenfolge ausgegeben, in der er im Druckdatenstrom aufgezeichnet wurde. Die Verarbeitung ist bei dieser Option schneller als bei „Leserichtung aus Dokument ableiten“. Es wird ausschließlich Text analysiert; Formularfelder werden ignoriert und Tabellen werden nicht als solche erkannt.
Verwendet statt der von der Tag-Struktur des Dokuments vorgegebenen Leserichtung die im Dialogfeld „Grundeinstellungen“ unter „Lesen“ angegebene Leserichtung. Sie sollten diese Option nur verwenden, wenn bei PDF-Dokumenten Probleme mit fehlerhaften Tags auftreten. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Leserichtung in Dokumenten mit Tags überschreiben“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Mit dieser Grundeinstellung wird bestimmt, welche Dokumentanteile in einem Verarbeitungsschritt an eine Bildschirmlesehilfe übermittelt werden. Wenn ein PDF-Dokument nicht mit Tags versehen ist, wird das Dokument in Acrobat u. U. analysiert, um Struktur und Leserichtung abzuleiten. Dieser Vorgang kann bei einem großen Dokument viel Zeit in Anspruch nehmen. Eventuell ist es günstig, die Bereitstellung nur der momentan sichtbaren Seiten festzulegen, damit in Acrobat immer nur ein kleiner Abschnitt des Dokuments analysiert wird. Welche Option am besten geeignet ist, hängt ab von der Größe und Komplexität des Dokuments sowie von den Funktionsmerkmalen der Bildschirmlesehilfe. Bei der Übermittlung von Informationen aus Acrobat an eine Bildschirmlesehilfe, eine Vergrößerungssoftware oder eine andere Hilfstechnologie werden die Daten in einen Speicherpuffer geladen, auf den die Hilfsanwendungen direkt zugreifen können. Die Menge der an den Speicherpuffer weitergeleiteten Daten kann sich darauf auswirken, wie lange Arbeitsschritte in Acrobat dauern, etwa das Öffnen des Dokuments, das Wechseln zur nächsten Seite, das Ändern der Ansicht oder das Ausführen von Programmbefehlen.
Diese Option ist normalerweise optimal, wenn Sie Vergrößerungssoftware verwenden. Durch das Verfahren wird die Leistung gesteigert, da nicht sichtbare Dokumentabschnitte in der Software nicht verarbeitet werden müssen. Wenn nur die momentan sichtbaren Seiten eines PDF-Dokuments aus Acrobat an den Speicherpuffer übermittelt werden, hat die Hilfstechnologie nur auf diese Seiten Zugriff. Der Wechsel zur nächsten Seite ist erst möglich, wenn diese Seite in Acrobat angezeigt wird und die Seiteninformationen an den Speicherpuffer weitergeleitet wurden. Wenn Sie diese Option wählen, müssen Sie daher zum Durchlaufen der Seiten im Dokument die Navigationsfunktionen von Acrobat verwenden, nicht die der Hilfstechnologie. Wenn Sie festlegen, dass nur die aktuell sichtbaren Seiten aus Acrobat an die Hilfstechnologie gesendet werden, sollten Sie in den Grundeinstellungen die Option „Standard-Seitenlayout“ auf „Einzelne Seite“ einstellen. Da von Acrobat die Daten aller sichtbaren Seiten übermittelt werden, kommen bei der Hilfstechnologie eventuell auch Informationen zu Seiten an, die nur teilweise sichtbar sind (etwa ein Seitenende im oberen Bildschirmbereich oder ein Seitenanfang im unteren Bildschirmbereich). Wenn Sie für die Seitenanzeige eine andere Einstellung als „Einzelne Seite“ wählen, beispielsweise „Fortlaufend“, und dann die nächste Seite einblenden, kann in der Hilfstechnologie unter Umständen nicht mehr korrekt nachvollzogen werden, welche Abschnitte einer vorherigen Seite bereits als Sprache ausgegeben wurden. Eine Anleitung zum Festlegen von „Einzelne Seite“ als Standard-Seitenlayout finden Sie im Abschnitt über Grundeinstellungen für das Anzeigen von PDF-Dokumenten.
Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Nur momentan sichtbare Seiten lesen“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Diese Option bietet sich an, wenn Sie eine Bildschirmlesehilfe mit integrierten Navigations- und Suchwerkzeugen verwenden, die Ihnen vertrauter sind als die Werkzeuge in Acrobat. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Gesamtes Dokument auf einmal lesen“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Diese Option ist standardmäßig ausgewählt. Sie ist normalerweise optimal, wenn Sie eine Bildschirmlesehilfe bei langen oder komplexen PDF-Dokumenten verwenden. Von Acrobat kann damit ein gesamtes kleines Dokument weitergeleitet werden; größere Dokumente lassen sich bei Bedarf aber Seite für Seite übermitteln. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Bei großen Dokumenten nur momentan sichtbare Seiten lesen“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Wenn diese Option aktiviert ist, muss der Benutzer die verwendeten Optionen bestätigen, bevor in Acrobat ein Dokument ohne Tags für das Lesen vorbereitet wird. Das Hinzufügen von Tags kann besonders bei umfangreichen Dokumenten sehr zeitaufwendig sein. Diese Grundeinstellung entspricht der Option „Tags nur nach vorheriger Bestätigung in Dokumenten einfügen“ im Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe.
Mit den Grundeinstellungen in diesem Abschnitt können Sie die Lautstärke, Geschwindigkeit und Tonhöhe der für die Sprachausgabe verwendeten Stimme festlegen. Sie können wahlweise die Standardstimme oder eine der mit Ihrem Betriebssystem bereitgestellten Stimmen verwenden. Wenn mit der Funktion „Sprachausgabe“ die Inhalte von Formularfeldern gelesen werden sollen, aktivieren Sie die Option „Formularfelder lesen“. Für diese Grundeinstellungen gibt es bei den Optionen des Setup-Assistenten für Ein-/Ausgabehilfe keine Entsprechung.